Kommunikation als UND

 

 

© Jutta Hollenbach: WortDuett, 2021, Auszüge aus den Seiten 13-15

 

 

"...Aus dem Lateinischen übersetzt, heißt Kommunikation in unserer Sprache so viel wie miteinander sprechen. MitEinAnder. Das Eine mit dem Anderen. Nicht das Eine ohne das Andere. Das Eine, aber auch alles andere ist also mit von der Partie, ganz gleich, ob das Eine oder das Andere verstanden wird, ganz gleich, ob der Eine oder die Anderen damit einverstanden sind oder nicht.

 

Kommunikation hat daher nicht ausschließlich mit dem Verstehen von Sprache zu tun. Vielmehr scheint sie zu einer Art zwischenmenschlichen Grundgesinnung aufzurufen, die das Eine wie auch das Andere zulässt, selbst dann noch, wenn die Unterschiede nicht größer sein könnten.

 

Der Mensch, Kraft seines Verstandes, ist es gewohnt zu unter-teilen, zu unter-scheiden, zu differenzieren und mit (anderen) Worten Zwei-heit zu schaffen, Zwei-fel. Daran ist erst einmal nichts verwerflich. Wenn jedoch das Eine verworfen wird zugunsten des Anderen, entsteht ein Entweder-Oder und damit Trennung. Das Sowohl-als-Auch, kurzum das UND kommt dabei zu kurz."  

 

 

 

VerbUNDenheit

 

Habt Ihr schon einmal Euch gefragt, was das Wörtchen "und" durch seine Buchstaben Euch bildlich sagt?

 

Das u - es streckt so arglos seine Arme nach dem Himmel aus, das n - es traut so ganz und gar dem Boden, ist auf ihm zuhaus´.

 

Das d umarmt das u, das n, es macht aus beiden einen Kreis und wächst ganz unbekümmert über sich hinaus.

 

Die Liebe ist es, die die Quadratur des Kreises in sich eint, sie ist es, in der das UND ganz selbstverständlich scheint.

 

 

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