Auf dem Balancebrett -     eine wacklige Angelegenheit

 

Haben Sie schon einmal auf einem Balancebrett gestanden? Wenn ja, so werden Sie - zumindest bei den ersten Versuchen - gemerkt haben, dass sich mit einem Mal alles nur noch um ein Anliegen dreht: Wie gelingt es mir, nicht aus dem Gleichgewicht zu kommen?

 

Im Alltag mag es mitunter als anstrengend erscheinen, sich ausschließlich dem Gleichgewicht der Kräfte zu widmen. Immerhin würde dies ja nahezu ohne Unterlass ein hohes Maß an mentaler Zentriertheit, emotionaler Ausgeglichenheit und körperlicher Geschmeidigkeit erfordern.

 

Erstaunlich nur, dass genau jene Momente so völlig unangestrengt sind, in denen alles im Lot ist - entweder auf einem Balancebrett, oder im Leben. Kann es also sein, dass es wesentlich anstrengender ist, nicht im Gleichgewicht zu sein?

 

Erfahrungen auf dem Balancebrett zeigen, dass jegliches Zuviel an Bemühung hinderlich ist und dass es vor allem die Besinnung auf sich und den Moment ist, die den Geist beruhigt und im Körper für ein bewegliches Gleichgewicht sorgt.

 

Für die Beschäftigung mit einem Balancebrett braucht es nicht viel: die Bereitschaft, sich  auf ein wackliges Terrain zu begeben (u.a. vielleicht sogar beim Zähneputzen) und das Einverständnis, dass alles im Leben ohnehin immer in Bewegung ist. Möglich, dass Ihnen beides eine Menge Humor und Flexibilität schenkt.

 

 

 

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© Jutta Hollenbach menschsein